Das Bankensystem in Deutschland

Da einige nicht wissen, welche Bankenarten es in Deutschland gibt, habe ich das mal kurz zusammen gefasst. Das Deutsche Banken Modell besteht aus drei Säulen:

  • 1.: Privatbanken
  • 2.: Öffentlich-rechtliche Banken (Sparkassen + Landesbanken)
  • 3.: Genossenschaftsbanken

Insgesamt gibt es in Deutschland 2277 (Stand: Oktober 2008) Finanzinstitute, mehr als in jedem anderen EU Land.

Landesbanken:
Landesbanken unterstützen Bundesländer bei ihren finanziellen Geschäften. Sie geben Kredite für die Wirtschaft eines Landes. Sie sind aber auch befugt Bank typische Geschäfte zu tätigen und gelten somit als Universalbank. Zusammen mit den Sparkassen einer Region werden sie als Gemeinschaftsbank geführt.
Aktuell gibt es noch folgende Landesbanken:
Bayern LB
Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg
HSH Nordbank AG
Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)
Landesbank Berlin (LBB)
Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)
Norddeutsche Landesbank (NordLB)
Landesbank Saar (SaarLB)
WestLB

Sparkassen:
Sparkassen sorgen für Geldanlagen und Kreditgeschäfte. Ihr Aktionsbereich ist, normalerweise, auf eine Stadt oder ein Landkreises beschränkt. Die Erziehlung von Gewinn ist nicht ihre Hauptaufgabe. Ihre Kunden sind die einfachen Bürger oder lokale Unternehmen. Sie können aber auch andere Finanzgeschäfte tätigen und gelten somit auch als Universalbank Eventuell erzielte Gewinne gehen an den Landkreis oder an die Stadt.

Privatbanken:
Privatbanken sind weder in öffentlicher Hand noch in einer Genossenschaft. Es gibt Grossbanken, meist AG's, aber auch kleinere Privatbanken und Niederlassungen von ausländischen Privatbanken. Privatbanken sind häufig Familienunternehmen oder AG's, wenn dieses Unternehmen an die Börse geht. Bekannteste AG's sind: Deutsche Bank und Commerzbank, bekannteste Familienunternehmen sind z.B.: Sal. Oppenheim oder Bankhaus Metzler. Sie sind Universalbanken und in allen Finanzgeschäften tätig. Haftbar ist man gegenüber den Aktionären oder den Besitzern (Familien).

Volksbanken / Genossenschaftsbanken:
Die Genossenschaftbank ist wirtschaftlich und rechtlich selbstständig. Jedes Mitglied hat gleiches Stimmrecht, egal wie hoch ihr Anteil ist. Eine Genossenschaft ist ein Zusammenschluss von natürlichen und juristischen Personen mit den gleichen Zielen. Auch sie sind Universalbanken und können alle möglichen Finanzgeschäfte tätigen. Rechenschaft sind sie ihren Eigentümern schuldig, die auch alle Entscheidungen treffen. Ihr Schwerpunkt liegt bei kleinen und mittleren Unternehmen.