Der Datenskandal bei der Deutsche Telekom 2008

Vor einigen Tagen ist durch die Presse bekannt geworden, dass sich bei der Telekom ein Datendiebstahl von enormen Ausmaße ereignet hat, welcher allerdings bereits vor zwei Jahren stattfand. In einer Pressekonferenz teilte Telekom-Vorstand Obermann mit, dass man die Kunden mit Absicht bisher nicht informiert hatte, damit man die mutmaßlichen Täter überführen könne.

Nun wurden alle Einzelheiten über den vollzogenen Diebstahl von Kundendaten bei der Telekom bekannt.
Es wurde vor zwei Jahren ein Datenträger gestohlen, auf dem Daten von über 17 Millionen Kunden gespeichert waren. Damit ist der Datenskandal bei Telekom mit der größte Datenklau, den es bisher in Deutschland überhaupt gegeben hat.
Auf dem gestohlenen Datenträger waren jedoch nicht alle Daten des Kunden vorhanden, sondern 'nur' die Mobilfunknummer, Name, Geburtsdatum, E-Mailadresse und Anschrift der Kunden.
Noch sensiblere Daten wie beispielsweise Passwörter oder die Kontoverbindung des Kunden sind laut Aussage der Telekom nicht betroffen vom Diebstahl gewesen.

Bekannt wurde der Datenskandal bei der Telekom, da bereits Teile der gestohlenen Daten im Internet zum Kauf angeboten worden sind. Zu den Opfern des Datenklaus gehören nahezu alle Kunden der Mobilfunksparte der Telekom (T-Mobile). Darunter befinden sich auch zahlreiche Prominente und Politiker, deren Anschrift und zum Teil auch geheime Nummern ebenfalls vom Datendiebstahl betroffen sind.

Aufgrund der Tatsache, dass auch die Daten von Politikern betroffen sind, führt das Bundeskriminalamt im Moment eine Analyse durch, inwieweit eine aktuelle Gefährdung vorliegt.

Auch wenn laut der Telekom bisher keine Daten mehr in illegalen "Kreisen" angeboten wurden, könnte der Datenskandal bei der Telekom insoweit Konsequenzen für die betroffenen Bürger haben, dass deren Daten immernoch im Umlauf sind ggfs. an Firmen verkauft werden.

Für den "Normalbürger" hat der Datenklau allerdings keine beunruhigenden Konsequenzen, im schlimmsten Fall muss der betroffene Kunde damit rechnen, Werbeanrufe oder Werbezuschriften an die bestehende Adresse zu erhalten. Die Konsequenzen für die Prominenten und Politiker können natürlich durchaus schwerwiegender sein, wenn deren "geheime" Anschrift in kriminellen Kreisen bekannt wird, denn dann könnte im schlimmsten Falle das Leben durch einen möglichen Anschlag bedroht werden.

Die Konsequenz für den Staat kann im Grunde nur sein, noch mehr auf die Sicherheit der betroffenen Prominenten und Politiker zu achten und natürlich auch, die Täter dingfest zu machen.

Mittlerweile räumte der Konzern ein, dass über 25 Millionen Daten gestohlen wurden. Noch ein Konzern, dem der Überblick fehlt.

Am 11.10.2008 räumte die Telekom eine weitere Panne im Sicherheitssystem ein, mal wieder.
Die Daten von 30 Millionen Handy-Kunden waren frei über das Internet, weltweit, abrufbar. Und das ganze mit den persöhnlichen Bankdaten! Da fällt einem nichts mehr zu ein.
Jeder Telekom Kunde sollte jetzt regelmässig sein Konto überprüfen, aber das sollte man ohnehin.

Die Deutsche Telekom will nun ihren Datenschutz verbessern. Man darf gespannt sein.