Die Chronik der Finanzkrise 2007 - 2008 - 2009

Die Heuschrecke Lone Star, August 2008:

  • Die 'Heuschrecke' Lone Star übernimmt die vor der Pleite stehende IKB für einen kleinen Millionenbetrag. Der SPD-Politiker Franz Müntefering hatte Lone Star vor einigen Jahren noch als "Heuschrecke" tituliert.
  • Erste düstere Zahlen der Fortis, einer Bank der Beneluxstaaten.
  • Nach neuen Milliardenabschreibungen bei der Schweitzer UBS gibt es, natürlich, wieder Entlassungen in Massen.
  • Und wieder massive Abschreibungen bei Lehman Brothers.
  • Dänemarks Roskilde Bank steht vor dem Aus. Die staatliche Notenbank übernimmt, höchstpersöhnlich, die Bank. Roskilde Bank soll in drei Teile aufgeteilt werden und später wieder verkauft werden.

Der weltweite Knall, Krise ohne Tempolimit, September 2008:

  • Fannie Mae und Freddie Mac, die halbstaatlichen Hypothekenfinanzierer, stehen vor der Pleite und werden komplett verstaatlicht.
  • Die Investmentbank Lehman Brothers ist pleite und Amerika will das Institut nicht retten, mit dramatischen Folgen. Eine unglaubliche Kettenreaktion beginnt hier. Der Interbankenmarkt bricht nun völlig zusammmen, keine Bank traut der anderen mehr, das totale Misstrauen herrscht ab jetzt unter den Banken. Die Finanzwelt unter Schock. Auch deutsche Sparer sind betroffen; sie sind mit Millionen über Zertifikate beteiligt. Viele von ihnen sind Rentner und stehen jetzt vor dem Nichts. Die Bank hinterlässt 600 Milliarden Dollar Schulden, Geld, dass jetzt anderen Banken fehlt. Die Krönung der Lehman Brothers Pleite: Die deutsche KfW überweist nach der Pleite noch 350 Millionen an das Unternehmen.
  • Merrill Lynch wird notverkauft an die amerikanischen Bank of America.
  • Kettenreaktionen = Panik macht sich breit, doch das ist noch nicht das Ende.
  • Der US-Versicherer American International Group (AIG) wird mit 85 Milliarden $ und 79,9% verstaatlicht, immerhin die grösste Versicherung der Welt.
  • Die letzten und größten beiden Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley werden zu normalen Geschäftsbanken. Das Ende der amerikanischen Investmentbanken, sie wurden als Antwort auf die grosse Depression 1929 gegründet und sollten das Bankensystem retten. Doch sie taten das Gegenteil.
  • Die britische Hypothekenbank Bradford & Bingley wird verstaatlicht, es gibt faule Kredite von über 50 Milliarden Pfund.
  • Auch Belgien, Frankreich und Luxemburg hat es erwischt, die Dexia muss massiv gestützt werden. Belgien, Frankreich und Luxemburg verstaatlichen die Bank mit 6,4 Milliarden €.
  • Die amerikanische Washington Mutual geht per Notverkauf für 1,9 Milliarden Dollar an J.P. Morgan Chase. Ist ja nur die sechst grösste Bank der USA.
  • Die britische Bank HBOS (Halifax Bank of Scotland) wird an Lloyds TSB notverkauft, HBOS hat das grösste Hypothekengeschäft Grossbritanniens.
  • Das Interbankgeschäft bricht nun völlig zusammen, keiner leiht einem anderem Finanzinstitut mehr Geld. Das totale Misstrauen regiert die Bankenwelt.
  • Der nächste amerikanische Staatseingriff auf die eigene Wirtschaft. Die Automobil Hersteller stehen vor dem Ruin, allen voran General Motors. Mit 25 Milliarden Dollar Krediten sollen General Motors, Ford und Chrysler gestützt werden. Das Ende des globalen Wettbewerbs steht bevor.

Staatsbankrott und Fussballbankrott, Oktober 2008:

  • Mit Island hat es den ersten Staat erwischt, Island steht vor dem Staatsbankrott. Per Notstandsgesetz hat der Staat die Kontrolle über das ganze Bankensystem übernommen. Die isländische Glitnir Bank wird komplett verstaatlicht, genauso wie die Landsbanki und die Kaupthing Bank. Die Britische Finanzaufsicht sperrt Konten der Kaupthing Bank, mittels Anti-Terror-Gesetz! Die grösste isländische Bank Kaupthing steht nun vor massiven Problemen, auch sie wird verstaatlicht. Wirtschaftskrieg zwischen Island und den Briten. Andere Länder, u.a. Österreich, Finnland, Schweiz und auch die deutsche BaFin sperren nun auch die Konten der Kaupthing Bank. Wochen vorher hatte die Kaupthing Bank mit aggressiven Zinsangeboten versucht an Spareinlagen verschiedener Bürger zu kommen. Die Börse in Reykjavik wird für Tage geschlossen. Es sind Einlagen von 300 Millionen Euro in Gefahr. Sparer der Isländischen Banken, darunter auch viele Deutsche, haben keinen Zugriff auf ihr Geld, keiner weiß, ob er sein Geld jeweils wieder sieht. Die islänndische Krone soll an einen Währungskorb gekoppelt werden, um den massiven Verfall der Währung zu stoppen. Viele Isländer kommen selbst nicht mehr an ihr Erspartes. Auch Niederländische und Britische Sparer sind massiv betroffen, über 50.000 Sparer fürchten um ihre Existenz. Deutsche Sparer sind natürlich auch wieder betroffen; es sind ca. 31.000 Kunden. Island, ein NATO Staat, verhandelt jetzt mit Rußland über einen 4 Milliarden Kredit. Die politische Welt beginnt sich zu verändern.
  • Der amerikanische Bundesstaat Kalifornien steht vor dem Ruin, sie müssen sich refinanzieren, es fehlen 7 Milliarden Dollar. Kalifornien ist das reichste Bundesland der USA. Doch keine Bank will neue Kredite vergeben, anscheinend ist den Banken die Bonität von Kalifornien nicht gut genug. Gouverneur Schwarzenegger muss Finanzminister Paulson anbetteln. Massachusetts ist ebenfalls in der Krise, sie verkaufen für 750 Millionen Dollar kurzfristige Anleihen. New York, Florida oder Georgia sind weitere Kandidaten im russischem Roulette der amerikanischen Bundesstaaten. Auch mehrere amerikanische Kommunen stehen vor der Pleite.
  • Auch Ungarn hat es schwer erwischt. Man dementiert Gerüchte über eine Verstaatlichung der grössten Bank, der OTP-Bank. Das Land ist hoch verschuldet, selbst Staatsanleihen können nicht mehr platziert werden. Nun muss die Europäische Zentralbank (EZB) mit bis zu 5 Milliarden Euro einen Kollaps verhindern. Ungarn muss seine letzten Hemden abgeben, man erhöht den Zinssatz um satte 300 Basispunkte, auf 11,5; Wirtschaftwachstum ade.
  • Brasilien, Mexiko, Polen, Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Türkei, Ukraine und Südafrika stehen ebenfalls massiv unter Druck. Die Währungen sind im Sturzflug.
  • Natürlich steht auch Argentinien wieder vor dem Super Gau. Man steht vor der Zahlungsunfähigkeit. Die letzte war erst 2001, damals war es der Crash der New Economy Zeit. Nun will man sogar die privaten Pensionskassen verstaatlichen. Wie war das noch? Unsere Rente ist sicher... Oooops, falsches Land.
  • Der weltweite Kollaps droht, mehrere Notenbanken senken die Zinsen.
  • Die Bank der Beneluxstaaten Fortis wird teils verstaatlicht und weitgehend notverkauft an die BNP Paribas, eine Aufspaltung nach Ländern (Niederlande, Belgien, Luxemburg) droht.
  • Die Bayrische Hypo Real Estate steht vor der Pleite, Staat und Banken schnüren ein Milliardenpaket um die Bank noch zu retten. Der deutsche Pfandbrief steht vor dem Aus.
  • Die amerikanische Wachovia, die viert grösste Bank der USA muss notverkauft werden. Es streiten sich die Citigroup und Wells Fargo um den Kauf. Es gibt jede Menge Schrott zu verteilen. Am Ende macht Wells Fargo den Deal für 15,1 Milliarden Dollar.
  • Die American International Group (AIG) steht wieder vor der Pleite, sie bekommt weitere fast 58 Milliarden Dollar zum Überleben.
  • An den internationalen Börsen gibt es mehrfach Massenpanik. Der deutsche Aktienindex DAX rutsch erstmals wieder unter 4500 Punkten, er war mal über 8000. Der amerikanische Index Dow Jones fällt unter 8000 Punkte, er war mal über 14.000 Punkten. Der Wochenverlust des DAX der KW 41 betrug ~22%, der des Dow Jones über 18% und der des Nikkei-225 ~24%! Der Russische Index verliert mittlerweile über 70% an Wert. Hier wurde Geschichte geschrieben. Fonds dürfen Milliarden abschreiben. Eine Börse voll auf Droge.
  • Verschiedene Automobil Hersteller stoppen, zeitweise, ihre Produktion, keiner will ihre Autos. Darunter: BMW, Daimler, Opel, die Zulieferer werden die nächsten sein. General Motors und Chrysler wollen zusammen gehen; ein Geniestreich, denn sie wissen ja: Minus x Minus = Plus. Seit 1950 war General Motors nicht mehr so billig; 58 Jahre für lau. Die Finanzkrise wird endgültig zur Wirtschaftskrise.
  • Auch SAP ist betroffen. Man spricht von einem 'sehr abrupten und unerwarteten' Abschwung vor Ende des dritten Quartals; dem Zeitpunkt wo Lehman Brothers pleite ging.
  • Den englischen Premier League Fussball Vereinen droht der Kollaps; sie sind hoch verschuldet. Bei West Ham United ist der Besitzer auch der Besitzer der isländischen Bank Landsbanki. Die hat, bekanntermaßen, kein Geld mehr. Nach der Verstaatlichung der Bank gehört der Fussballklub nun der Isländischen Bevölkerung. Auch andere Klubs zittern, da sie von einzelnen Investoren abhängig sind. Allen voran Manchester United deren Trikotsponsor ausgerechnet die American International Group ist.
  • Die USA kündigt an, sich bei allen strauchelnden Banken zu beteiligen. Auch Großbritannien, Frankreich und Italien springen auf den Zug auf. Massenverstaatlichung ein neues Schlagwort.
  • EZB-Präsident Jean-Claude Trichet warnt in einer dramatischen öffentlichen Rede vor "exzessivem Pessimismus". Ein Notenbankchef verliert die Kontrolle; über seine Nerven.
  • Die Bilanzierungsregeln der Firmen wird verändert. Ein Husarenritt: Echte Verluste werden zu gefühlten Verlusten, sie müssen nicht mehr in die Bilanz. Die Saat für die nächste Finanzkrise wird gelegt, Bilanzleichen stapeln sich im Keller der Banken. Kassandra!
  • Nun hat es auch Japan erwischt, das Versicherungsunternehmen Yamato Life Insurance ist Pleite und meldet Insolvenz an. Die Schulden liegen bei nur ca. 1,9 Milliarden Dollar.
  • Die britische Regierung will ihre Großbanken teilweise verstaatlichen. Betroffen davon sind: HBOS, Lloyds TSB und Royal Bank of Scotland.
  • Sondertreffen der G7. Nein, nein, nicht Grauen hoch 7, die G7 sind die sieben führenden Industrieländer, (demnächst exG7). Es gibt einen Fünf-Punkte-Plan:
    • 1.: Den Zusammenbruch wichtiger finanzielle Institute verhindern.
    • 2.: Interbankenmarkt in Bewegung bringen.
    • 3.: Finanzinstitute mit öffentlichen und privaten Geldern versorgen.
    • 4.: Garantieprogramme für Spareinlagen
    • 5.: Hypothekenfinanzierungsmarkt anheitzen.

    Jawohl! Eier, wir brauchen Eier
    ('tschuldigung, Frau Merkel) Jawohl! Eierstöcke, wir brauchen Eierstöcke

  • Sondertreffen der 15 Euro-Länder, die EU Staaten wollen sich künftig absprechen. Es gibt einen Vier-Punkte-Plan:
    • 1.: Liquiditätshilfen durch weitere Kredite
    • 2.: Staatsgarantien für das Interbankgeschäft
    • 3.: Frisches Kapital durch Teilsverstaatlichungen
    • 4.: Lockerung der Bilanzierungsregeln
  • In Deutschland gibt es ein 500 Milliarden Rettungspaket, deutlich mehr als der Bundeshaushalt eines ganzen Jahres. Das Ganze nennt sich SoFFin: Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung.
    400 - 420 Milliarden für Staatsgarantien und 70 - 80 Milliarden für Teilsverstaatlichungen. Den Haushaltplan '2011 ohne Neuverschuldung' können wir einseifen. DANKE BANKER! Das ganze wird durch alle Abgeordnete geprügelt; es wird schließlich ein Eilgesetz erlassen. Von der konkreten Idee bis zur Gesetzesbeschliessung dauert es 1 Woche; Weltrekord. Ausserdem sollen die Bundesländer beteiligt werden. Die bayrische CSU erhebt massive Proteste, sie wollen das alle Bundesbürger ihre Verfehlungen bezahlen. Ihr erinnert euch? Stichwort: bayerische Hypo Real Estate oder bayerische BayernLB! Letztendlich beteiligen sich die Bundesländer mit einem geringen Betrag.
  • In Deutschland will man auch ein 10 Milliarden € Paket für die Bildung schnüren. Nein, ihr Schlingel, nicht für Banker, die sind doch schon (ein)gebildet. Der normale Bürger soll lernen, was er nicht versteht.
  • Falls jemand dachte Asien sei nicht betroffen: Auch Südkorea beschließt ein Rettungspaket über 130 Milliarden Dollar. Ähnlich dem europäischen Paket soll es Kreditbürgschaften und Kapitalspritzen geben.
  • Die Schweizer UBS ist schon länger tief in der Krise, nun ist auch sie verstaatlicht worden. Der Staat beteiligt sich mit 6 Milliarden CHF, ausserdem kann die UBS ihre Ramschpapiere, für bis zu 60 Milliarden CHF an den Staat verkaufen. Auch die Schweizer Credite Suisse ist in massiven Problemen und versucht sie derzeit privat zu lösen.
  • Es wird strenge Auflagen für das deutsche Rettunggspaket geben:
    • 1.: Managergehälter maximal 500.000 € pro Jahr.
    • 2.: Keine Bonuszahlungen.
    • 3.: Keine Dividendenausschüttungen.
    • 4.: Einfluss auf die Geschäftspolitik.
    • 5.: Gebühren für die Rettungsmassnahmen.
  • Die niederländische Großbank ING hat sich verzockt und schreibt nun den ersten Quartalsverlust seit Gründung des Unternehmens. Sie muss vom Staat gestützt werden und wird verstaatlicht. Man bekommt, schlappe, 10 Milliarden €.
  • Immer wieder die CSU und deren Finanzminister Erwin Huber. Kaum ist das Rettungspaket durch, kommt die BayernLB, plötzlich, mit neuen Fakten. Man braucht bis zu fünf Milliarden €, sonst geht der Bank das Geld aus. Man hat sich mit Kundengeldern kräftig verzockt. Die Koalitionsverhandlungen zwischen CSU und FDP werden ausgesetzt. Nach der Vertrauenskrise zu Bankern gibt es jetzt auch die Vertrauenskrise zu Politikern. Diese Ansammlung an Problemen erinnert immer mehr an die 30er Jahre; damals war die Folge die Machtübernahme durch die NSDAP.
  • Mehrere Landesbanken wollen das Rettungspaket gemeinsam nutzen, damit niemand merkt, welche Bank vor der Pleite steht. Verschleierungstaktik zur Bewältigung der Vertrauenskrise. Also Leute: weisse Bescheid!
  • Frankreich muss seine Banken stützen um den Kollaps zu vermeiden. Es werden 10,5 Milliarden € gezahlt. Betroffen sind die sechs größten Banken: BNP Paribas, Societe Generale, Credit Agricole, Credit Mutuel, Caisse d'Epargne und Banque Populaire.
  • Und wieder die CSU und deren Finanzminister Erwin Huber und die BayernLB. Man hat sich an allen Fronten verzockt: an den Hypotheken der USA, an Lehman Brother und an Island. Also das komplette Programm. Die BayernLB muss den Gang nach Canossa antreten. Man beantragt Staatshilfe aus dem Rettungspaket, benötigt werden satte 5,4 Milliarden €.als Finanzspitze, ein Betrag der immer höher wird. Desweiteren wird es noch eine Kapitalerhöhung von 1 Milliarde € geben. Zu all dem noch ein Kommentar von BayernLB Chef Kemmer: "Wer ohne Sünde sei, werfe den ersten Stein." Verstaatlichung ist die logische Konsequenz. Banker und CSU, wir können darauf verzichten.
  • Erwin Huber, Finanzminister der CSU, ist, am 22.10.2008, endlich zurückgetreten
  • Razzia bei der KfW. Es werden Verbrecher wegen Untreue gesucht. Es geht um die 350 Millionen Überweisung an Lehman Brother, die ja zum Zeitpunkt der Zahlung schon Pleite waren.
  • Frankreich gründet einen Staatsfond. Es soll die gesamte Wirtschaft verstaatlicht werden. Zumindes alle Unternehmen die wichtig sind, die anderen bleiben auf der Strecke. Freie Marktwirtschaft hat in der französischen Politik keinen Spielraum mehr!
  • Auch Dänemark und die Schweiz hat es jetzt schwer erwischt. Nun muss die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren Euro's einschreiten und helfen.
  • Irland gibt eine Staatshaftung für alle Grossbanken raus. Betroffen sind: Allied Irish Bank, Bank of Ireland, Anglo Irish Bank, Irish Life and Permanent, Irish Nationwide und die Educational Building Society, Kosten knapp 400 Milliarden €. Ausländische Banken werden ausdrücklich ausgeschlossen. Es lebe der Protektionismus.
  • Libyen entscheidet bei der italienischen UniCredit mit. Sie erhöhen ihren Anteil auf knapp 5%, um einen Kollaps zu vermeiden.
  • Die Postbank hat es voll erwischt, man schreibt 449 Millionen € Verlust und braucht, dringend, 1 Milliarde € frisches Kapital.
  • Auch die WestLB und die HSH Nordbank stehen vor dem totalen Kollaps. Ohne frisches Kapital droht die Pleite.
  • Auch Pakistan droht der Super Gau. Man hat fast alle Devisenreserven aufgebraucht und braucht dringend mehrere Milliarden um dem Staatsbankrott zu entwischen. Pakistan ist Atommacht und Atombomben sind in einem Land politischer Unruhen, das auch noch fast bankrott ist, nicht wirklich gut aufgehoben. Man darf gespannt sein, wer demnächst alles Atombomben besitzt, Geld wird ja dringend benötigt.
  • Immer mehr offene Immobilienfonds werden geschlossen. Nach massiven Mittelabflüssen kommen Anleger der offene Immobilienfonds nicht mehr an ihr Geld. Sie waren früher mal eine sichere Anlage, doch diese Zeiten sind vorbei.
  • Mit 125 Milliarden Dollar verstaatlicht die USA gleich neun Großbanken. 25 Mrd. US-Dollar gehen an JP Morgan Chase, Citigroup und Wells Fargo. 15 Mrd. US-Dollar gehen an Bank of America. 10 Mrd. US-Dollar gehen an Goldman Sachs, Morgan Stanley und Merrill Lynch. 3 Mrd. US-Dollar gehen an die Mellon Bank. 2 Mrd. US-Dollar gehen an State Street Corp.
  • Der Versicherungskonzern Aegon aus der Niederlande steht vor dem Aus. Die Niederlande verstaatlicht den Konzern mit drei Milliarden €.
  • Die Deutsche Bank präsentiert ihre Quartalszahlen. Es sind 93 Millionen € Gewinn, aber nur wegen der geänderten Bilanzen. Verluste können jetzt verschwiegen werden und als Leichen im Keller gestapelt werden. Ohne diese Bilanzänderung wären es mehr als 900 Millionen € Verlust!
  • Die britische Barclays erhält eine Finanzspritze. Sie wollten der Britischen Verstaatlichung entkommen und werden nun von Abu Dhabi und Katar verstaatlicht. Beide Länder beteiligen sich zusammen mit 32% an der Bank.
  • Die deutsche Volksaktie Volkswagen ist nur noch ein Zockerpapier. Wenn jemand glaubt, dass Finanzfuzzies aus der aktuellen Finanzkrise etwas gelernt hat, dann kann ich nur sagen: Tonight is your answer. Am 28. Oktober erreichte die Aktie einen Höchstand von 1005,01 € und ist damit das teuerste Unternehmen der Welt!!!
  • Zum Monatsabschluss mal wieder eine Pleite. Die Freedom Bank aus der USA ist Zahlungsunfähig und wird abgewickelt. Das Aktiva der Bank betrug 'nur' 287 Millionen Dollar, Peanuts!