Die Chronik der Finanzkrise 2007 - 2008 - 2009

Morddrohungen gegen Banker, Magie 1.000.000.000.000, März 2009:

  • American International Group (AIG) schlägt alle Rekorde. Für das Jahr 2008 meldet das Unternehmen 99,3 Milliarden $ Verlust, alleine im 4 Quartal 2008 betrug der Verlust 61,7 Milliarden $. Die US-Regierung muss weitere 30 Milliarden $ bereit stellen.
  • Amerika bekommt die Arbeitslosigkeit nicht in den Griff. Nun gab man die Quote für Februar 2009 bekannt. Allein in diesem Monat gab es 651.000 Arbeitsstellen weniger. Die Arbeitslosenquote stieg auf 8,1%, den höchsten Stand seit 1983. Seit Beginn der Krise sind jetzt 4,4 Millionen Arbeitsplätze vernichtet worden.
  • Die britische Regierung in London nimmt Lloyds TSB faule Papiere für 260 Mrd. Pfund ab, ein Hoch für die Steuerzahler. Die Verstaatlichung an der Bankengruppe beträgt damit 77%. Im Sebtember 2008 wurde die HBOS (Halifax Bank of Scotland) an Lloyds TSB notverkauft, jetzt ist Lloyds dadurch ruiniert.
  • Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau bricht ein. Im Januar 2009 bricht der Auftragseingang um real 42% ein. Das ist der stärkste Einbruch seit 1958 und davor gab es keine Messungen. Über 50.000 Arbeitsplätze stehen vor dem Aus.
  • In Island wird nun auch die viertgrößte Bank verstaatlicht, die Straumur-Burdaras ist pleite und am Ende. Die Situation in Island wird immer schlimmer, die Inflationsrate liegt bei 20%, etwas was in wenigen Jahren auch bei uns passieren kann und die Leitzinsen liegen bei 18%.. Die Schulden von Island liegen beim 10 fachen des jährlichen Bruttonationalproduktes.
  • Banker und Manager: Gierung und Anstandsloss. Nun auch die Postbank, Die Bank schreibt Millionenverluste, insgesamt 821 Millionen € Minus im Jahre 2008. Und was machen die Manager? Sie erhöhen sich ihre Bonuszahlungen auf 11,5 Millionen €!
    Das Ende der Solidarität ist erreicht!
  • Die Deutsche Bank, Bank of America, Citigroup und JPMorgan melden, ganz plötzlich und nahezu zeitgleich, ein profitables erstes Quartal zu erwarten, wer's glaubt... Aber mit solchen Äusserungen kann man eine Krise auch beenden, es ist ja auch eine Psycho Krise. Und schliesslich gibt es ja geänderte Bilanzierungsvorschriften, in denen man Verluste nicht mehr einbringen muss.
  • Einfach nur Geil: Der US-Senator Charles Grassley legt den Bankmanagern Selbstmord nahe, Zitat: "Gescheiterte Manager sollten dem japanischen Beispiel folgen und zurücktreten oder Selbstmord begehen... ". Ein Hoch auf Adolf Merckle, der hat sich daran gehalten. Doch das ist nur Wunschdenken, zeigen doch die ganzen Bonuszahlungen den wahren Charakter der Banker. Auslöser dieser Aussage wahren die neuesten Bonuszahlungen des amerikanischen Versicherungsriesen AIG; über 160 Millionen $ werden es für Zocker Banker sein, alles Steuergelder des amerikanischen Bürgers. Mittlerweile gibt es auch schon Morddrohungen gegen AIG-Manager, Wachmänner müssen dieses Pack beschützen.
  • Die US Notenbank FED druckt immer mehr Geld, nun über 1.000.000.000.000. Man will langlaufende Staatsanleihen im Wert von 300 Milliarden $ aufkaufen. Zusätzlich will man für 750 Milliarden $ hypothekenbesicherte Wertpapiere aufkaufen. Damit erhalten Banken und Staat immer mehr Geld und der Dollar wird immer wertloser und vielleicht bald ganz wertlos. In naher Zukunft wird durch das Fluten mit Geld die Inflation in den USA angetrieben und die Amerikaner entschulden sich auf diesem Weg und auf Kosten der Bürger.
  • Die USA planen eine 90% Einkommenssteuer auf Bonuszahlungen für Banker. Natürlich muss dafür das Gesetz geändert werden, doch das interessiert dort eh keinen mehr.
  • Frankreich nähert sich dem Bürgerkrieg. Bald 3 Millionen Bürger haben an Streiks und Demonstrationen teilgenommen um ihren Unmut über die Politik zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise auszudrücken. Ein Ende ist nicht in Sicht.
  • Die Manager der American International Group (AIG) bekommen Besuch; einen Besuch der ganz besonderen Art. Das amerikanische Reiseunternehmen Connecticut Working Families Party organisiert eine Bustour zu den privat Häusern der AIG Managern. Dann weiss der amerikanische Bürger wenigstens wohin er seine Steine werfen soll.
  • Die nächste Regierung tritt wegen der Banker Krise zurück. Ungarn verliert seinen Ministerpräsidenten; Ferenc Gyurcsany will damit der Bildung einer neuen Regierung nicht im Weg stehen. Auch in Ungarn gibt es, wegen der Wirtschaftskrise, seit Wochen massenweise Proteste, fast schon Bürgerkriegs ähnliche Zustände.
  • American International Group (AIG) kann das betrügen nicht sein lassen. Wie die Staatsanwaltschaft jetzt mitteilte betrugen die Bonuszahlen 218 Millionen $ und nicht, wie von AIG behauptet, 165 Millionen $.
  • Ein staatlicher und privater Rettungsfond soll den amerikanischen Banken ihre Schrott Papiere abkaufen. Blackrock und die Allianz-Tochter Pimco haben bereits ihr Interesse bekundet, soll doch das Risiko beim Staat, und damit beim Steuerzahler, bleiben. Das Volumen des Rettungsfond, wir wussten bereits das Milliarden nicht ausreichen, beträgt 1 Billionen Dollar (1.000.000.000.000).
  • Nach Lettland und Ungarn trifft es bereits das dritte Osteuropäische Land dessen Regierung scheitert. In Tschechien muss Ministerpräsident Topolanek abdanken, er hat das Vertrauen des Parlaments verloren. Na Toll, er ist gerade der EU-Präsident. Bis zu einer Neuwahl darf er aber im Amt bleiben, entscheiden kann er eh nichts mehr.
  • Nach den Landesbanken und den Privatbanken steht nun auch die erste Sparkasse vor dem Aus. Die Sparkasse Südholstein braucht dringend Geld um zu überleben. Der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein (SGVSH) hat entschieden der Sparkasse finanzell unter die Arme zu greifen. Der Grund für die Finanzmisere ist der finanzielle Ruin der HSH-Nordbank, an der die örtlichen Sparkassen beteiligt sind.
  • Die Dresdner Bank macht über 6 Milliarden € Verlust im Jahre 2008, doch die Manager gönnen sich 58 Millionen € an Gehalt und Bonuszahlungen und sind damit Spitzenverdiener in Europa. So generiert man Hass und macht man sich Feinde.
  • Nun gibt es auch in Deutschland die ersten grossen Demonstrationen. Unter dem Motto 'Wir zahlen nicht für eure Krise' protestieren Tausende in Berlin und in Frankfuert. Noch läuft alles relativ friedlich ab, obwohl es in Berlin zu Flaschen- und Steinwürfen gekommen ist.
  • Der Staat steigt, endlich, bei der Hypo Real Estate ein. Mittels einer Kapitalerhöhung steigt Deutschland und damit der Steuerzahler bei der Bank ein und erwirbt eine Minderheitenbeteiligung von 8,7%. Der Preis pro Aktie beträgt 3 Euro, auf dem Markt gibt es die Aktie für einen Euro! Da dreht sich jeder Buchhalter im Grabe gleich dreimal um.
  • Auch in Spanien ist die erste Sparkasse Pleite. Nur mit einer milliardenschweren Rettung konnte die CCM gerettet werden. Nötig war eine Bürgschaft von 9 Milliarden €.
  • Die größte Bausparkasse Schottlands Dunfermline Building Society steht vor der Pleite, doch die britische Regierung lehnt jede Hilfe ab; schliesslich handelt es sich hier um eine schottische Bank und nicht um eine englische Bank (So muss man wohl denken). Die Rettung ist nun Grossbritanniens grösste Bausparkasse Nationwide.
  • Mit der Omni National Bank geht bereits die 21 Bank in den USA in diesem Jahr (2009) Pleite.
  • In Frankreich werden zum zweiten mal Manager von ihren Angestellten entführt und als Geisel gehalten.
  • Briten haben das Haus des früheren Chefs der Royal Bank of Scotland angegriffen und auch sein Auto mit Steinen beworfen.